Mohr-Lüllmann erklärt rot-grüne Drogenpolitik für gescheitert

Das Ergebnis der Haaranalysen von allen bis 3-jährigen Kindern drogenabhängiger Eltern belegt das Scheitern der rot-grünen Drogenpolitik im Land Bremen. So kommentiert Dr. Rita Mohr-Lüllmann, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion, die heute von Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter während einer Pressekonferenz veröffentlichten Ergebnisse

„Die Ressortspitze hat die ersten Analysen in Zweifel gezogen und versucht, die Drogenvergabe an Kindern als Einzelfälle herunterzuspielen. Jetzt wird sie von der bitteren Realität eingeholt. Kinder im Drogenmilieu sind besonders gefährdet. Es ist höchste Zeit, die 2007 im Koalitionsvertrag versprochene bessere Kontrolle des Beigebrauchs umzusetzen, um Jungen und Mädchen aus betroffenen Familien besser zu schützen“, so Mohr-Lüllmann.

Die Christdemokratin hat in den zurückliegenden Monaten wiederholt einen Richtungswechsel in Bremens Drogenpolitik gefordert. Obwohl seit Oktober vergangenen Jahres mehrere Fälle bekannt wurden, in denen drogenabhängige Eltern ihre Kinder mit Heroin oder Kokain ruhiggestellt haben, blieb die notwendige Reaktion von SPD und Grünen aus. Mohr-Lüllmann wirft Rot-Grün schwere Versäumnisse vor und erinnert an den Koalitionsvertrag. Darin heißt es: „Wir wollen aber auch eine bessere Kontrolle der Methadonvergabe. Die Beigebrauchskontrollen müssen zukünftig wesentlich wirksamer durchgeführt werden.“

„Die Koalition hat die Probleme in der Behandlung von Drogenpatienten zwar erkannt, die Lösungen aber verschlafen. So wird auf fahrlässige Weise die Gesundheit von Kindern aufs Spiel gesetzt“, kritisiert die CDU-Abgeordnete. Sie erwartet von SPD-Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter Taten statt Worte. „Es reicht nicht aus, die Flucht nach vorn anzutreten und erschreckende Ergebnisse bekannt zu geben. Ich erwarte, dass die Senatorin endlich aktiv wird und alle Möglichkeiten ausschöpft, das Kindeswohl zu sichern“, so Mohr-Lüllmann. Dazu zählt neben besseren Kontrollen auch eine engere psychosoziale Betreuung der Drogenpatienten.

Die CDU-Abgeordnete beantragt überdies die Herausgabe der neuen Analysen. „Es reicht nicht aus, dass die Senatorin die zuständigen Fachpolitiker über die Presse informiert. Zur Transparenz gehört, dass die Abgeordneten die Untersuchungsergebnisse einsehen können.“

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