CDU-Spitzenkandidatin für bessere Unterrichtsqualität

CDU-Spitzenkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann spricht sich für ein Sofortprogramm zur Verbesserung der Unterrichtsqualität an Bremens Schulen aus. „Wir müssen alles tun, damit unsere Schüler so schnell wie möglich wieder den Anschluss in Deutschland finden“, sagte sie während eines Redaktionsbesuchs beim Weser Kurier.

Grund ist das schlechte Abschneiden bei Ländervergleichstests. Wegen des großen Nachholbedarfs in Kernfächern wie Mathe und Deutsch regte sie auch eine vorübergehende Wiedereinführung von Samstagsunterricht an. Lesen Sie hier die Kernaussagen der Spitzenkandidatin zu dem Thema.

1. „Bremens Schülerinnen und Schüler gelten nach wie vor als Pisa-Verlierer. Das haben unsere Kinder nicht verdient. Es gibt Führungskräfte, die lassen ihre Familien lieber in Hamburg, damit die Kinder hier nicht in die Schule müssen.“
2. „Wenn es um das Aufholen von Rückständen und die Verbesserung von Unterricht geht, dürfen wir uns keine Denkverbote auferlegen. Klar ist aber auch, dass es zum Samstagsunterricht unterschiedliche Auffassungen und Meinungen gibt.“
3. „Die bei dem Ländervergleichstest geprüften Jahrgangsstufen müssen sich in Kürze auf dem Ausbildungsmarkt bewerben. Ihnen nutzen die vom Ressort eingeleiteten Maßnahmen in den Grundschulen und unteren Jahrgängen nichts, sie müssen sofort Hilfe bekommen.“
4. „Wenn die Vergleichstests ergeben, dass die Bremer Schüler ein bis zwei Jahre hinter den Schülern aus Bayern hinterherhinken, besteht eine sinnvolle Hilfe in zusätzlichem Unterricht in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Dieser kann vorübergehend am Samstag erteilt werden.
5. „Bis vor wenigen Jahren war Unterricht am Samstagvormittag selbstverständlich. Ich sage: Wer keine ausreichenden Leistungen erbringt, muss eben mehr üben.“
6. „Samstag ist auch heute für viele Kinder kein freier Tag, sondern wird zum Lernen und für Hausaufgaben genutzt. Ohne einen besseren und mehr Unterricht, drohen unseren Kindern bei der Lehrstellensuche Nachteile.“
7. „Teil des Sofortprogramms muss die Verbesserung der Unterrichtsqualität sein. Fast die Hälfte der Fächer an Grundschulen wird von Lehrern unterrichtet, die dafür nicht ausgebildet wurden. An Gymnasien beträgt der Anteil immerhin rund 15 Prozent. Lehrer müssen sich auf ihre Stärken konzentrieren und von Papierkram entlastet werden.“

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