Mohr-Lüllmann übt Kritik an Informationspolitik des Sozialressorts im Fall Dennis

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Rita Mohr-Lüllmann, verlangt rückhaltlose Aufklärung, ob und wie viele Kinder die Bremer Sozialbehörde dem mutmaßlichen Mörder von Dennis anvertraut hat.

Medienberichten zufolge hatte der Tatverdächtige Martin N. in den 90er Jahren Kinder in seiner Obhut. „Die Nachricht ist schockierend und wirft Fragen auf, die die Ressortspitze dringend beantworten muss. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die betroffenen Kinder ebenfalls missbraucht wurden“, so Mohr-Lüllmann. Es müsse auch geklärt werden, nach welchen Kriterien die Behörde Betreuer auswählt und auf ihre Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit prüft.

Der mutmaßliche Mörder von Dennis wurde nach jahrelanger Ermittlungsarbeit Mitte April festgenommen. Ihm werden mehrere Morde an Kindern sowie Missbrauchsfälle angelastet. Rita Mohr-Lüllmann übt deutliche Kritik am Verhalten des Bremer Sozialressorts. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Sozialbehörde bis heute nicht wusste, wer mit der Betreuung von Kindern beauftragt wurde und wird. Die zuständige Senatorin wird sich erklären müssen, weshalb sie diese wichtige Information trotz berechtigtem Interesse der Öffentlichkeit nicht früher herausgegeben hat“, so Rita Mohr-Lüllmann.

Die CDU-Abgeordnete erwartet Auskunft, ob Betreuer von Kindern heute noch nach den gleichen Kriterien ausgewählt werden wie Anfang der 90er Jahre und welche Möglichkeiten der Kontrolle bestehen, um Wiederholungsfälle zu vermeiden. „Wir müssen diese Fragen mit kritischer Distanz und in aller Sachlichkeit erörtern. Dies gebietet der Respekt vor den Menschen, die sich in staatlichem Auftrag zuverlässig und sorgsam um Kinder kümmern. Sie dürfen nicht unter einen Generalverdacht geraten“, sagt Rita Mohr-Lüllmann abschließend.

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